D’FLY
2002 | NEW YORK, USA | 3DELUXE
DFlys intensive, laborähnliche Atmosphäre
entfaltete ihre Faszination schon bei einem ersten
Blick durch das Schaufenster. Nahezu vollkommen in
Weiß gehalten, wirkte der Ladenraum wie ein
artifizielles Implantat in dem für Soho typischen,
denkmalgeschützten Altbau der 47 Greene Street.
Diese optische Irritation wurde durch die
signifikanten pneumatischen Geräusche der 16
ferngesteuerten Vitrinen verstärkt, welche bei
Inbetriebnahme des Öffnungsmechanismus ein nahezu
industrielles High-Tech-Ambiente evozierten. Mit
Hilfe künstlicher Muskeln hoben sich ihre schweren
Glasabdeckungen 40 cm in die Höhe und erlaubten den
Zugriff auf das ausgesuchte Schmucksortiment.
Im vorderen Drittel befand sich unter den raumgreifenden Verästelungen der genetic architecture eine kleine Lounge, die der sachlichen Umgebung einen Hauch Behaglichkeit und privaten Charme verlieh. Die diagonale Front der gegenüberliegenden Empfangstheke leitete die Kunden in das Mittelsegment des Raumes, in dem ausschließlich die Warenpräsentation im Fokus stand. Hier wechselte die Lichtstimmung zu einer nüchternen, produktorientierten Beleuchtung. Die Try-On-Area war wiederum mit genetic architecture und bewegtem, farbigen Licht akzentuiert. Sie erhielt ihren speziellen Charme durch einen in die rückseitige Wand integrierten Bambusgarten.